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Poolbau: Pools im Sommer planen – Wann ist die beste Zeit?

Wer einen Pool planen möchte, denkt im Hochsommer oft: Eigentlich hätte er längst im Garten stehen sollen. Doch gerade jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um ein Poolprojekt für die kommende Saison gründlich und rechtzeitig vorzubereiten. Denn zwischen der ersten Idee und dem fertigen Schwimmbecken liegen mehrere Entscheidungen und Arbeitsschritte. Für eine gute Planung sollte ausreichend Zeit vorhanden sein.

Der Vorteil einer frühen Planung: Grundstück, Poolgröße, Technik, Reinigungsmittel, Anschlüsse und Gestaltung können in Ruhe aufeinander abgestimmt werden. Statt im Frühjahr unter Zeitdruck Entscheidungen zu treffen, lässt sich das Projekt Schritt für Schritt vorbereiten, damit Ihr Pool zur nächsten Badesaison startklar ist.

Eigenen Pool planen: Warum der Hochsommer der beste Zeitpunkt ist

Viele fragen sich: Wann ist der beste Zeitpunkt, um mit der Planung eines Pools zu beginnen? Im Juli oder August lässt sich besonders gut beurteilen, wie der Garten tatsächlich genutzt wird. Wo steht die Sonne am Nachmittag? Welche Bereiche liegen früh im Schatten? Wo halten sich Familie und Gäste am häufigsten auf?

Diese Beobachtungen sind für die spätere Position des Schwimmbads besonders wertvoll. Achten Sie beispielsweise auf:

  • Sonnenverlauf über den Tag
  • Schatten durch Haus, Bäume oder Nachbargebäude
  • vorherrschende Windrichtung
  • Wege zwischen Haus, Terrasse und Garten
  • vorhandene Sitz- und Liegebereiche
  • gewünschte Privatsphäre

Eine Position, die auf einem Grundstücksplan sinnvoll aussieht, kann sich im Alltag ganz anders anfühlen. Wer den Garten im Sommer beobachtet, kann diese Erfahrungen direkt in die Poolplanung einfließen lassen. Das macht den Hochsommer zum idealen Zeitpunkt, um mit der Planung zu beginnen.

1. Erst die Nutzung des Pools festlegen, dann die richtige Beckengröße planen

Ein häufiger Fehler ist, zuerst eine bestimmte Poolgröße auszuwählen. Sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge: Überlegen Sie zunächst, wie Sie den Pool tatsächlich nutzen möchten.

Für Abkühlung und Entspannung kann beispielsweise ein kompakteres Becken ausreichen. Wer regelmäßig schwimmen möchte, benötigt dagegen ausreichend Länge oder eine Gegenstromanlage. Für Familien wiederum spielen Bewegungsfläche und der Bereich rund um den Pool eine größere Rolle.

Typische Beckengrößen für private Gärten sind beispielsweise:

  • 6 × 3 Meter für kompaktere Grundstücke
  • 7 × 3,5 Meter als Mittelweg zwischen Platzbedarf und Wasserfläche
  • 8 × 4 Meter für großzügigere Familienpools

Das sind keine festen Empfehlungen. Entscheidend sind Grundstück, Nutzung und gewünschte Gestaltung.

2. Nicht nur das Schwimmbecken auf dem Grundstück einzeichnen

Wer einen Pool planen möchte, sollte deutlich mehr Fläche berücksichtigen als die reinen Beckenmaße.

Rund um einen Pool werden Platz für Laufwege, Liegen und eventuell eine Außendusche benötigt. Zudem müssen Poolbesitzer Komponenten wie Filter, Pumpen, Wasseraufbereitung und Technik berücksichtigen.

Bei einem 8 × 4 Meter großen Pool werden beispielsweise 32 m² reine Wasserfläche eingeplant. Die tatsächlich benötigte Gartenfläche liegt deutlich darüber, sobald Beckenumrandung, Poolabdeckung, Terrasse und Technik hinzukommen.

Deshalb sollte von Anfang an die gesamte Poolzone geplant werden und nicht nur das Schwimmbecken.

3. Grundstück und Zufahrt frühzeitig für den Poolbau prüfen

Spätestens jetzt wird aus der Gestaltung ein konkretes Bauprojekt. Vor der endgültigen Auswahl des Pools sollte geklärt werden, wie Erdarbeiten und Einbau auf dem Grundstück durchgeführt werden können.

Wichtige Fragen sind:

  • Können Bagger das Grundstück erreichen?
  • Gibt es einen direkten Zugang zum Garten?
  • Muss ein Fertigbecken mit einem Kran eingebracht werden?
  • Wo kann der Aushub zwischengelagert oder abgefahren werden?
  • Liegen Leitungen im geplanten Baubereich?
  • Gibt es starke Höhenunterschiede?

Bei bestehenden Häusern können enge Grundstückszugänge den Bauablauf erheblich beeinflussen. Eine Vor-Ort-Prüfung schafft deshalb früh Planungssicherheit, sodass der Pool rechtzeitig zur nächsten Saison fertiggestellt werden kann.

4. Technik vor Design entscheiden

Poolbeleuchtung, Beckenfarbe und Terrassenmaterial machen Spaß, sollten aber nicht die ersten Entscheidungen sein.

Zunächst muss geklärt werden, wie der Pool technisch betrieben werden soll. Dazu gehören unter anderem:

  • Filteranlage
  • Wasseraufbereitung
  • Poolheizung
  • Abdeckung
  • Steuerung
  • Gegenstromanlage, falls gewünscht

Gerade eine Automatisierung zur Kontrolle der Wasserwerte und des Chlorgehalts sollte früh berücksichtigt werden. Wer möglichst wenig Zeit mit manueller Wasserpflege verbringen möchte, benötigt eine andere technische Ausstattung als jemand, der diese Aufgaben bewusst selbst übernehmen möchte.

5. Angebote nicht nur nach dem Endpreis vergleichen

Wenn Sie einen Pool planen, sollten Angebote vergleichbar sein. Ein niedriger Gesamtpreis sagt wenig aus, wenn wichtige Leistungen fehlen.

Prüfen Sie beispielsweise, ob folgende Positionen enthalten sind:

  • Erd- und Fundamentarbeiten
  • Becken und Einbau
  • Filter- und Wasseraufbereitung
  • Verrohrung
  • elektrische Arbeiten
  • Abdeckung
  • Inbetriebnahme

Auch die Gestaltung des Poolumfelds kann einen erheblichen Teil des Gesamtprojekts ausmachen. Je genauer der Leistungsumfang definiert ist, desto realistischer lässt sich das Budget einschätzen.

Warum eine frühzeitige Planung Zeitdruck im Frühjahr vermeidet

Wer erst mit den ersten warmen Tagen im Frühjahr beginnt, einen Pool zu planen, möchte häufig möglichst schnell fertig werden. Gleichzeitig müssen dann noch Pooltyp, Technik, Bauarbeiten und Gestaltung entschieden werden.

Beginnt die Planung dagegen bereits im Sommer des Vorjahres, bleibt mehr Zeit für Beratung, Angebote und Abstimmungen mit weiteren Gewerken. Auch Fragen zu einer möglichen Baugenehmigung oder besondere Grundstücksbedingungen können frühzeitig geklärt werden.

Das Ziel ist nicht, möglichst früh mit den Erdarbeiten zu beginnen. Entscheidend ist, zum gewünschten Baustart bereits zu wissen, was gebaut werden soll und einen konkreten Plan zu haben. So können Sie die nächste Badesaison im eigenen Pool genießen.

Fazit: Eigenen Pool noch im Sommer planen

Einen Pool planen Sie am besten nicht erst dann, wenn Sie bereits darin schwimmen möchten. Der Sommer bietet den richtigen Zeitpunkt, den eigenen Garten zu beobachten, Anforderungen festzulegen und das Projekt für die kommende Badesaison vorzubereiten.

Wer Nutzung, Grundstück, Technik und Gestaltung in der richtigen Reihenfolge entscheidet, reduziert spätere Änderungen und schafft eine solide Grundlage für das gesamte Projekt.

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